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Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Bei Lungenkrebs sind im Hinblick auf die Heilungschancen und Therapie kleinzellige und nicht kleinzellige Karzinome zu unterscheiden


Rauchen: Ein wesentlicher Risikofaktor für Lungenkrebs

Krebs entsteht, wenn Zellen des Körpers entarten und sich unkontrolliert vermehren. Sie bilden dann eine Geschwulst (Tumor), die in benachbarte Gewebe einwachsen und diese zerstören kann. Darüber hinaus können Krebszellen über das Blut- oder Lymphgefäßsystem in andere Körperregionen gelangen und dort Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.

Lungenkrebs geht meistens aus den Zellen hervor, welche die Atemwege (Bronchien) auskleiden. Daher wird Lungenkrebs auch als Bronchialkarzinom bezeichnet. Mit mikroskopischen und zellbiologischen Techniken lassen sich aber zahlreiche Unterarten mit unterschiedlichem Verhalten differenzieren. Im Hinblick auf die Behandlung und die Heilungsaussichten ist in erster Linie die Unterscheidung in kleinzelligen und nicht kleinzelligen Lungenkrebs relevant.

Seit kurzem wird jedoch eine genauere Unterteilung der nicht kleinzelligen Bronchialkarzinome für die Auswahl der passenden Therapie immer wichtiger. Hier spielen sowohl Unterschiede in der feingeweblichen Untersuchung (Histologie) als auch Unterschiede auf molekularer Ebene eine Rolle.


Kleinzellige Karzinome entstehen häufig in der Mitte der Lunge. Sie sind sehr aggressiv, wachsen rasch und haben sich zum Zeitpunkt der Diagnose meist schon in andere Organe ausgebreitet; haben also bereits Metastasen gebildet. Etwa ein Fünftel (20 Prozent) aller Bronchialkarzinome gehört zu dieser Gruppe. Der Rest wird vereinfachend zur Gruppe der nicht kleinzelligen Karzinome gezählt.

Die Behandlung hängt vor allem von der Art des Tumors und dem Krankheitsstadium ab, aber auch individuelle Faktoren, wie zum Beispiel andere Krankheiten des Patienten spielen eine Rolle. Die wesentlichen Säulen der Therapie sind die Operation, die Chemotherapie und die Bestrahlung. Darüber hinaus stehen einige neuere Behandlungsmethoden zur Verfügung, mit denen versucht wird, das Wachstum des Tumors noch gezielter zu hemmen.

Wie häufig ist Lungenkrebs?

Lungenkrebs ist bei Männern und Frauen in Deutschland die dritthäufigste Krebserkrankung. Jährlich erkranken laut Angaben des Robert Koch-Institutes rund 47.100 Menschen neu daran, Männer sind zwei- bis dreimal so oft wie Frauen betroffen. Die Statistiken zeigen weiter, dass der Lungenkrebs bei Männern mit fast 28.900 Sterbefällen pro Jahr die häufigste, bei Frauen mit etwa 11.870 Sterbefällen die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache darstellt. Die angegebenen Zahlen beruhen auf Auswertungen der Jahre 2005 und 2006.

Epidemiologen beobachten dabei seit Jahren, dass die Zahl der Neuerkrankungen und Todesfälle bei Männern leicht zurückgeht, während sie bei Frauen ansteigt. Diese Entwicklung erscheint plausibel, angesichts des Wandels im Rauchverhalten. Während in den vergangenen Jahren immer weniger Männer rauchen, stieg der Anteil der Frauen, die zur Zigarette greifen.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 20.12.2011
Bildnachweis: W&B/Winfried Fischer

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