Was ist Karies?
Karies entsteht, wenn Stoffwechselprodukte von bestimmten Bakterien den Zahnschmelz angreifen und dadurch den Zahn beschädigen.
Zahnbelag besteht unter anderem aus Nahrungsresten und Speichelbestandteilen. Bakterien, die im Mund vorkommen, siedeln sich auf diesem Zahnbelag an und bilden einen fest haftenden Biofilm, die sogenannte Plaque. Die Bakterien nehmen Zucker aus der Nahrung auf und wandeln diesen in Säure um. Die greift den Zahnschmelz an und löst Mineralien wie Kalzium aus ihm heraus. Diese Karies kann anschließend auch auf das Zahnbein (Dentin) übergreifen und so den Zahn zunehmend zerstören.
Anfängliche Symptome von Karies sind weißliche bis bräunliche Flecken auf den Zähnen. Zahnschmerzen treten häufig erst später auf. Dann ist der Zahnschmelz meist schon durchbrochen.
Bis zu einem gewissen Stadium ist der Prozess zu stoppen. Wenn die Karies zu weit fortgeschritten ist, muss der Zahnarzt die betroffene Stelle entfernen und mit einer Füllung verschließen.
Die beste Vorbeugung heißt: Regelmäßig und gründlich Zähne putzen. Für die Zahnzwischenräume empfehlen sich Zahnhölzchen und Zwischenraumbürsten, für die Kontaktbereiche der Zähne Zahnseide. Wer auf zu viel Zucker und Süßes verzichtet, schützt seine Zähne ebenfalls vor Karies. Zudem stärkt Fluorid, das in Zahncremes, Spüllösungen oder Gelen enthalten ist, den Zahnschmelz.
Karies tritt häufig schon bei Kindern auf und befällt die Milchzähne. Bereits bei der Geburt besiedeln Bakterien die Mundhöhle. Bei schlechter Mundhygiene der Eltern werden deren krank machende Keime auf das Kind übertragen, zum Beispiel durch Abschlecken des Schnullers oder Breilöffels. Zucker- und/oder fruchtsäurehaltige Getränke, besonders aus Flaschen mit Nuckelaufsatz, begünstigen die Kariesentstehung.
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13.09.2005, aktualisiert am 09.05.2012
Bildnachweis: Illustration: W&B/Szczesny/bearb. Jörg Neisel
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